Eine Liebesgeschichte
Eine Blume.
Vierundvierzig Blätter.
Also los.
Er liebt mich.
Er liebt mich nicht.
Er liebt mich nicht mehr.
Er liebt jetzt jemand anderen.
Er liebt jetzt sie.
Er liebt jetzt dich.
Ich hasse dich.
Ich hasse sie.
Ich hasse ihn.
Ich hasse mich?
Noch dreiunddreißig Blätter sind übrig.
Ich wünschte es wäre vorbei.
Ich habe diese Blumensache nie so ganz verstanden.
Dieses Abzupfen der Blätter und dieses.
Er liebt mich.
Er liebt mich nicht.
Er liebt…
Er…
Eigentlich, hasse ich ihn gar nicht.
Und dich hasse ich auch nicht.
Du kannst ja nichts dafür, dass sein dummes Herz nicht mehr für mich schlägt.
Oder nie geschlagen hat.
Und du kannst nichts dafür, dass mein noch viel dümmeres Herz weiter für ihn schlägt.
Schlag um Schlag.
Minute für Minute.
Sekunde für Sekunde.
Atemzug für…
Wo war ich?
Ach ja.
Noch dreizehn Blätter.
Wow, das ging ja schnell.
Ich wünschte, es ginge auch so schnell über ihn hinweg zu kommen.
Oder eher über ihn und dich.
Und das fehlende ich und er.
Er liebt mich nicht.
Aber weißt du was?
Dich liebt er auch nicht.
Er liebt.
Er liebt nicht.
Er liebt.
Er liebt nur sich.
Das Arschloch.